Hamelspringes Schützen sichern sich den begehrten „Grönjer Pott“
Verein sieht Pokalgewinn als Bestätigung seiner Jugendarbeit
Nettelrede (oe). Er zählt zu den eindrucksvollsten Pokalen der Region – und er ist begehrt: Der riesige „Grönjer Pott“ geht für ein Jahr nach Hamelspringe. Der Wanderpokal des SV Nettelrede musste vom Vorsitzenden Carsten Werner und dem Vorsitzenden des SV Hamelspringe, Günther Bachmann, gemeinsam für das Siegerfoto gestemmt werden. Bachmann führte den Sieg auf die gute Jugendarbeit seines Vereins zurück. „Früher hatten wir gar keine Freihand-Schützen. Seit zwei Jahren haben wir wieder Jugendliche, die das machen – und sie haben auch den Pott für uns geholt“, bedankte er sich beim Nachwuchs. Eine Besonderheit ist die Teilerwertung bei diesem Wettbewerb. Es wird Freihand und Auflage geschossen, danach beides zusammengezählt. Hamelspringe glänzte mit einer Wertung von 2513, gefolgt vom Jagdklub Springe (2532) und dem SV Bakede (3234). Auf den weiteren Plätzen landeten der SC Egestorf, der SV Altenhagen und das Deister-Schützen-Corps Feggendorf. Titelverteidiger SV Eimbeckhausen hatte ohne eine komplette Mannschaft keine Chance und wurde lediglich Siebter. Bester Freihand-Einzelschütze wurde Holger Deiter vom SV Bakede. In der Auflage siegte Tobias Sohns vom SV Altenhagen und den besten Teiler schoss Dennis Leisge vom Jagdklub Springe.
So muss ein Pokal aussehen: Günther Bachmann (l.) und Carsten Werner stemmen den „Grönjer Pott“. Foto:oe
Nettelrede (oe). Der Schützenverein Nettelrede hat seine Königsscheiben mit Unterstützung des Musikzuges der Feuerwehr an den Häusern der neuen Würdenträger angebracht. Als erster freute sich König Dieter Kölle auf den Besuch der Nettelreder Schützen. Die mussten dazu nach Bad Münder reisen. Denn der neue König hat dort seinen Wohnsitz in der Lange Straße. Die Schießsportleiter Adrian Mathea und Otto Brauer haben die Scheiben mit einem Glas Schnaps getauft. Den Weg kannten die Grünröcke bereits vom Vorjahr. Dieter Kölle gelang es als erstem Schützen in der Vereinsgeschichte, die Königswürde zu verteidigen. Nach einem kurzen Umtrunk ging es in den Ortsteil Luttringhausen. Mit Musik und guter Laune wurde zuerst bei der amtierenden Königin Kathrin Mathea die Scheibe montiert. Anschließend freute sich Jugendkönigin Nina Pischel über die Scheibe am Haus der Eltern. Danach luden die Majestäten in das Schützenhaus Nettelrede. Dort wurde bei Speis und Trank mit den Majestäten das Aufhängen der Königsscheiben gefeiert. Es wurde zu den Klängen des Musikzuges gesungen und geschunkelt. Der Sprecher des SV Nettelrede dankte den Feuerwehrleuten für ihre regelmäßige und treue Unterstützung bei den Veranstaltungen, ebenso dankte er der Jugend, die mit ihrer Leiterin Alice Mathea die Bewirtung fest im Griff hatte.
Die neuen Könige des SV Nettelrede: Kathrin Mathea (v.l.), Dieter Kölle und Nina Pischel.
Schützen feiern dreitägige Sause mit vielen Geburtstagsgästen
Bürgerkönigsehren für Karsten Pischel und Martina Wehrhahn
Nettelrede (oe). Es sollte ein kleines, familiäres Fest werden – anlässlich des 85-jährigen Bestehens des Schützenvereins Nettelrede. Doch das Schützenhaus wurde zur Pilgerstätte für unzählige Nachbarn und Freunde des Klubs, auch Delegationen anderer Schützenvereine kamen zum Gratulieren vorbei. Und so wurde drei Tage kräftig gefeiert. Am Freitag ging es los – die Schützenjugend lud zu Spiel und Spaß ein. Im professionellen „Schieß-Kino“ wurde auf einer großen Leinwand ein Tontaubenschießen simuliert, es gab ein „Glücksschießen“ auf dem Luftgewehrstand, eine Schatzsuche und vieles mehr. Der Sonnabend begann mit einem Tag der offenen Tür im Schützenhaus. Otto und Angelika Bauer zeigten ihre private Amerika-Sammlung in einer Ausstellung historischer Waffen und Kostüme. Die Schießbahnen wurden dann auch für Nichtschützen geöffnet. Erfahrene Sportler erklärten dabei den Umgang mit Waffen, sogar große Kaliber durften auf dem 25-Meter-Stand unter Aufsicht auch mal selbst abgefeuert werden. Draußen gab es ein Kinderprogramm mit Ponyreiten und Go-Kart-Geschicklichkeitsfahren sowie Modellflugvorführungen. Deftiges vom Grill, frischgebackener Kuchen und ein voll beladener Getränkewagen sorgten dafür, dass niemandem die Puste ausging. Stimmungsvolle Unterhaltung steuerte der Musikzug der Feuerwehr Nettelrede bei. Für die Tanzveranstaltung am Abend hatten sich die Schützen ein großes Zelt geliehen. Bevor aber die ersten Lieder gespielt wurden, proklamierten Vorsitzender Carsten Werner und Schießsportleiter Adrian Mathea die Sieger des Dorfpokal- und Bürgerkönigsschießens. Den Dorfpokal holte sich die „Feurige Clique III“ vor dem „Musikzug I“ und den „Grönjer Ladykracher“. Den Einzelwettbewerb gewann Dennis Lüdtke („Siedler I“) vor Martina Wehrhahn („Grönjer Ladykracher“) und Sandra Schmidt („Feurige Clique III“). Bürgerkönig wurde Karsten Pischel, bei den Frauen siegte Martina Wehrhahn, bester Jugendlicher wurde Patrick Schmidt. Am Sonntag klang das Fest mit einem Frühschoppen und Gottesdienst am Schützenhaus aus. Vereinssprecher Karl-Fred Ensslen zeigte sich zufrieden: „Unsere Mitglieder hatten zwar alle Hände voll zu tun, aber der große Zuspruch entschädigt für alles.“
Karl-Fred Ensslen (v.l..), Otto und Angelika Breuer mit historischen Waffen und Kostümen aus dem Amerika des Wilden Westens.
Foto: oe
Die Sieger des Dorfpokal- und Bürgerkönigsschießens.
Diyamanth Gundadas versucht sich beim Tontaubenschießen im „Schieß-Kino“.
Foto: oe
Dieter Kölle bleibt auf dem Nettelreder Monarchenthron / Katrin Matthea beste Frau am Start
Nettelrede (mow). Erstmals in der Geschichte des SV Nettelrede ist es einem amtierenden Schützenkönig gelungen, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Der alte und neue Monarch heißt damit Dieter Kölle. Kein anderer schaffte zuvor das Doppel. Mit 9,3 Ring ließ Kölle die Vereinsfreunde Karl-Fred Ensslen und Adrian Matthea (je 8,5 Ring) sowie Peter Fiebelkorn (8,3) hinter sich. „Ich habe vorher gesagt, ich würde versuchen, die Königswürde zu verteidigen, und habe es nun auch geschafft“, sagte Kölle strahlend, nachdem sein Sieg feststand. Während die Titelverteidigung bei den Frauen schon zweimal in der Vereinsgeschichte gelang (Hiltrud Ackmann und Alice Matthea), hatte es bei den Männern stets einen Wechsel gegeben. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich die Nettelreder Schützen zunächst getroffen, um traditionsgemäß ihren amtierenden König abzuholen. Unter Begleitung des Feuerwehr-Musikzugs marschierten sie zur Langen Straße, wo sie mit einem kleinen Umtrunk belohnt wurden. Anschließend ging es geschlossen weiter nach Luttringhausen, wo Jugendkönig Diamant Gunadas die Grünröcke bereits erwartete. Königin Alice Matthea war aus familiären Gründen verhindert. Schließlich trafen alle im Schützenhaus am Breiten Busch ein, um die neuen Majestäten auszuschießen. In den Wettkampfpausen genossen die Teilnehmer die herrliche Aussicht ins Deister-Sünteltal. Gegen 19 Uhr standen die Ergebnisse fest, und die neuen Majestäten konnten verkündet werden. Schülerkönig und Gewinner des Schülerpokals wurde Leon Beckert (8,0 Ring) vor Constanze Heuermann (5,8) und Xenia Wente (3,8). Neue Jugendkönigin ist Nina Pischel, die mit 7,6 Ring Björn Wente (7,2, gleichzeitig Gewinner des Jugendpokals) und Robin Schwekendiek (6,8) auf die Plätze verwies.Schützenkönigin des Jahres 2010 wurde Katrin Matthea (9,0) vor Rita Dierßen (8,7) und Marion Klockemann (7,4). Vorsitzender Carsten Werner freute sich über die große Beteiligung und das gute Wetter. Sein Dank gilt allen fleißigen Helfern, insbesondere dem Musikzug, der auch bei der bis in die frühen Morgenstunden dauernden Königsfeier aufspielte. Den Titel des Kapellenkönigs holte sich Marc Busse vor Walter Busse und Christian Wente. Den Königspokal gewann Christa Krampe, den Damen-Ablösepokal sicherte sich Jasmin Heber.
Jasmin Heber (Gewinnerin des Damen-Ablösepokals) mit Jugendpokalgewinner Björn Wente und dem neuen und alten König Dieter Kölle.
Foto: mow
SV-Vorsitzender ärgert sich über schwindende Einsatzbereitschaft / Klockemann neue Schriftführerin
Nettelrede (oe). Der Vorsitzende des Schützenvereins Nettelrede, Carsten Werner, hat die Jahresversammlung des Vereins zu einer Generalabrechnung genutzt. Immer mehr Bürger würden lieber ihre Einzelinteressen pflegen als sich für die Gemeinschaft einzusetzen, monierte er. Diese Entwicklung gehe nicht spurlos am SV Nettelrede vorbei. Die anfallende Arbeit müsse von immer weniger Mitgliedern gemacht werden. Als Beispiel führte Werner große Projekte wie das neue Dach für die Luftgewehrhalle und den Ausbau des Schützenhaussaales unter der Leitung von Karl-Fred Ensslen an. Wegen neuer Auflagen musste auch der KK-Stand saniert werden. „Es waren immer wieder die gleichen Leute, die sich dabei abgemüht haben – und irgendwann hatten auch die keine Lust mehr“, so Werner. Der Verein könne sich nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren, die aktive Mitarbeit sei unbedingt erforderlich. Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele: Willi Volker etwa, „die gute Seele vom Breitenbusch“. Volker hält seit vielen Jahren die Anlage rund um das Schützenhaus in Ordnung, bei Arbeitseinsätzen ist er stets ein verlässlicher Teilnehmer. Werner dankte außerdem der bisherigen Schriftführerin Anke Rosenthal, die aus beruflichen Gründen nach zehn Jahren ihre Vorstandsarbeit aufgeben musste. Für ihren Einsatz dankte Werner außerdem Jobst Saake, Rainer Klockemann, Dieter Buchmeier und Otto Brauer. Bei den Vorstandswahlen wurde Marion Klockemann als neue Schriftführerin gewählt. Die anderen Posten blieben bis auf einen Wechsel in der Jugendleitung unverändert: Carsten Werner (Vorsitzender), Wolfgang Richter (stellvertretender Vorsitzender), Adrian Mathea (Schießsportleiter), Heinz Borchard (Kassenwart), Jenny Buchberger und Johannes Kaspaschek (Jugendleiter), Doris Roth (stellvertretende Jugendleiterin), Rita Dierßen (Damenleiterin). Für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden Jasmin Heber, Heinz Sauter, Marianne Masson und Peter Beckert ausgezeichnet. „Tradition bedeutet nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weiterreichen des Feuers an die nächste Generation“, sagte der alte und neue Vorsitzende im Hinblick auf die anstehende 85-Jahr-Feier des SV Nettelrede. „85 Jahre bedeuten drei Generationen – wir wollen auch weiterhin nicht nur eine Übungsstätte für Sportschützen sein, sondern auch ein Stück Heimat und Gemeinschaft für unsere Mitglieder“, so Werner unter Applaus. Das beeindruckte auch Ortsbürgermeister Axel Goeritz, der Werners Analyse teilte und Parallelen zur Kommunalpolitik entdeckte.
Dem Vorstand des SV Nettelrede vergeht die gute Laune nicht - auch wenn zu den Arbeitseinsätzen immer weniger Mitglieder erscheinen. Zur Führungsriege gehören Rita Dierßen (v.l.), Adrian Mathea, Jenny Buchberger, Otto Brauer, Marion Klockemann, Carsten Werner, Wolfgang Richter, Johannes Kaspaschek, Karl-Fred Ensslen und Heinz Borchard. Foto: oe