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Tradition beim des Schützenverein Nettelrede e.V. von 1925
Der Schützenverein lebte von Brauchtum und Tradition, doch in den letzten Jahrzehnten wandelten sich die Schützenvereine von Traditionsvereinen in echte Sportvereine. Der Schießsport ist ein Breitensport, der bis ins hohe Alter betrieben werden kann.
Trotzdem fühlen wir uns beim SC-Nettelrede unserer langjährigen Tradition seit 1925 verpflichtet und möchten an dieser Stelle alle Schützenbrüder und -schwestern danken, die uns durch lange Jahre der Mitgliedschaft die Treue erhalten haben. Gleichzeitig gedenken wir auch unseren verstorbenen Schützen, die unserer funktionierenden Vereins- und Freundegemeinschaft angehörten.
Im Jahre 2000 hatten wir unseren 75ten Vereinsgeburtstag. Vom 11.08. bis 13.08.2000 haben wir ein Kreisschützenfest ausgerichtet, das vielen von uns sicherlich noch in guter Erinnerung geblieben ist. Viele Besucher aus Nettelrede und der Umgebung waren anwesend. Obwohl wir ausgiebig gefeiert haben, gedachten wir zu Beginn den gefallenen Soldaten beider Weltkriege, unter denen auch Mitbürger aus Nettelrede waren.
Schützenfest anlässlich der 75 Jahrfeier im Jahr 2000
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Das Video rechts zeigt uns beim Marsch zum Kriegerdenkmal und der Ansprache unseres damaligen 1.Vorsitzenden Friedhelm Ackmann. Nachdem der Musikzug unserer Nettelreder Feuerwehr den Trauermasch gespielt hat, legten wir einen Kranz zum Andenken nieder. Unser verstorbenes Vereinsmitglied Friedrich Siegmann (gen. Onkel Friedrich) kommentierte zum Schluss in seinem damaligen Alter von 95 Jahren die Kranzniederlegung. Onkel Friedrich konnte uns viel über die Vergangenheit und Geschehnisse im Ort berichten.
Das Video hat unser Schützenbruder Werner Linke gedreht und ist hier nur ausschnittsweise veröffentlicht. (Dauer: 2:52 min)
Von Friedrich Siegmann stammt auch eine kleine Nettelreder Chronik, die 1994 in dem heimischen "Der Söltjer" abgedruckt wurde. Ein Kapitel widmete er den Vereinen im Ort. Wir haben den nun folgenden Text, der unseren Schützenverein betrifft, hier ausschnittsweise veröffentlicht.
Bis 1920 gab es in Nettelrede einen Kriegerverein, dem alle ehemaligen Soldaten angehörten. Der Vorsitzende war der Vollmeier Friedrich Siegmann. Die Männer verfügten auch über Gewehre und einen Schießstand, den später der Schützenverein übernahm. Starb ein Veteran des deutsch-französischen Krieges (1870/71), schossen die Kameraden am Grab einen Ehrensalut. 1911 feierte der Verein ein großes Kriegerfest, bei dem es die ersten heißen Würstchen gab. Pro Stück kosteten die noch recht kleinen Würste einen Groschen. 1924* entstand der Schützenverein. Ihm gehörten nur Männer an. Seine Mitglieder schossen auf 100 m entfernte Scheiben. Sie benutzten ein 98er Gewehr und eine Büchse mit Stecher. Der Verein veranstaltete Wettbewerbe: das Königs-, das Bedingungs- und das Scheibenschießen. Den Proviant sowie ein Faß mit 50 Litern Bier schaffte man mit dem Pferdewagen zum Schießstand.
1936 veranstalteten die Nettelreder ein Heimatfest mit militärischen Einlagen. Damit alles echt wirkte, besorgte man sich Uniformen in Hannover. 20 Mann fuhren mit der Bahn los und kehrten erst nachts um 1.00 Uhr mit dem Theaterzeug zurück. Friedrich Sprick war der Oberst, Heinrich Platte der Chef der Infanterie. Friedrich Meyer, im I.Weltkrieg Artillerist, avancierte zum Batteriechef. Sein Freund Wulf, in Hannover ein wohlhabender Unternehmer, sorgte für einen Fliegereinsatz. Wie bei einem richtigen Manöver gab es zwei Parteien. Eine besetzte den Schießstand, die andere stürmte ihn unter Einsatz von Knallkörpern und Kanonenschlägen. Alle feierten das Ereignis gemeinsam im Festzelt. Am Montag brach man zu einer Grenzbeziehung auf. Die Senioren ruhten sich an der Ecke Eichenholz aus. Schließlich trafen sich alle am Strohkamp zur Abschlußfeier wieder.
1924* Anmerkung: Der Schützenverein entstand 1925. Im "Der Söltjer 1994" steht fälschlicherweise 1924
 
 
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